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Pressemeldung März 2009

Wiederinbetriebnahme der Strecke von Widdern nach Jagsthausen

 

Zur Förderung und als Frequenzbringer für den regionalen Tourismus soll die Jagsttalbahn auf einem ersten Abschnitt von ca. 7 km wieder in Betrieb genommen werden.

 

In den Gemeinderatsitzungen am 26.02.09 in Jagsthausen und am 03.03.09 in Widdern wurden das Konzept, die Kostenermittlung und insbesondere der Nutzen, beraten, diskutiert und abgestimmt. Die Beschlüsse sehen eine wesentliche finanzielle Beteiligung an der Generalsanierung der Infrastruktur und eine Beteiligung der beiden Gemeinden an der gemeinnützigen Jagsttalbahn AG vor. In Jagsthausen fiel die Entscheidung einstimmig und in Widdern mit einer Zweidrittel-Mehrheit für die Wiederinbetriebnahme.

 

Auf Basis dieser Beschlüsse werden nun die Bürgermeister der Stadt Widdern und der Gemeinde Jagsthausen offizielle Gespräche mit dem Landkreis Heilbronn und dem Land Baden-Württemberg zur Sicherstellung der Gesamtfinanzierung aufnehmen.

 

Aufgrund der Informationen aus den vorab erfolgten Sondierungsgesprächen im landespolitischen Umfeld sind wir hier sehr zuversichtlich.

 

 

25 Jahre Jagsttalbahnfreunde e. V.

 

Unser Verein wird am 17.03.2009 25 Jahre alt.

Aus diesem Anlaß laden wir interessierte Personen und insbesondere die Vertreter der Presse, zu einem Gedenktermin am Gründungsort in den Ratskeller nach Krautheim um 17 Uhr ein. Wir informieren über den Verein und seine Geschichte, über die aktuelle Situation, unsere Aktivitäten, unsere weiteren Veranstaltungen im Jubiläumsjahr und ganz aktuell über die Wiederinbetriebnahme der Strecke von Widdern nach Jagsthausen.



Liebe Mitglieder und Freunde der Jagsttalbahn!

Wie Sie den News entnehmen können, hat sich die Stadt Krautheim in ihrer Gemeinderatsitzung vom 02.02.2006 entschieden, sich aus der Finanzierung des Projekts Jagsttalbahn auf Grund finanzieller Sachzwänge zurückzuziehen. Wir, Mitarbeiter des Jagsttalbahnfreunde e.V. müssen diese Entscheidung mit Bedauern, aber auch mit Verständnis für die Prioritätssetzung der Stadt Krautheim zur Kenntnis nehmen. Wir gestatten uns in diesem Zusammenhang auf einige aus unserer Sicht wesentliche Punkte hinzuweisen:




Der Jagsttalbahnfreunde e.V., verkörpert durch seine Aktivenschaft, sieht es als seine Aufgabe an, gleich auf welchem Wege, dem satzungsgemäßen Ziel des Vereins, der Wiederinbetriebnahme der Jagsttalbahn, zur Umsetzung zu verhelfen. Nach mehr als 15 Jahren des Bemühens steht ein Abweichen von dieser Zweckbestimmung nicht im entferntesten zur Debatte.
Die getroffene Entscheidung der Stadt Krautheim ist vielmehr Anlaß, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln nach alternativen Finanzierungs- und Beschaffungsmöglichkeiten zur Umsetzung des bereits zur Genehmigung beantragten Bauabschnitts Ausschau zuhalten.
Wie uns das Regierungspräsidium per Bescheid vom 13.12.2005 mitgeteilt hat, teilt es unsere Rechtsauffassung, daß die Jagsttalbahn auf dem verbliebenen Streckenabschnitt Widdern – Dörzbach nicht entwidmet und daher wie seit 04.01.1899 konzessioniert als bestehende öffentliche Eisenbahninfrastruktur anzusehen ist, für die die Vorschriften des Allgemeinen Eisenbahngesetzes vollumfänglich gültig sind. Das Interesse am Betrieb dieser Eisenbahninfrastruktur sei hiermit nochmals in der Öffentlichkeit bekräftigt.
Die getroffene Entscheidung des Stadtrats in Krautheim muß für alle die, denen ernsthaft am Erhalt der Jagsttalbahn liegt ein Anlaß sein, sich zusammen mit dem Jagsttalbahnfreunde e.V. um Lösungen zur Fortführung und Umsetzung der vor der Genehmigung stehenden Planungen zu bemühen, damit aus der finanziellen Notlage, in der sich die Stadt Krautheim sieht, nicht automatisch auch eine Notlage des Projekts Jagsttalbahn wird.


Zuletzt bearbeitet:  12:51 27/04 2009


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